Der Jogger

Morgens, versunken in Gedanken,
links und rechts einen Rasi an der Leine,
geh ich durch den Wald
und seh von Weitem nackte Beine.

Die gehören einem Jogger,
der, als er uns sieht, anfängt zu rufen und zu schrein,
als hätt er einen Igel in der Hose.
Das aber kann nicht sein.

Er kommt näher, zappelt wild umher,
die Hunde sehn ihn an und schaun verdutzt,
er ruft, die Hunde weg und zappelt immer mehr.

Ich sag einfach, lauf doch weiter junger Freund,
dreh mich um und geh.
Aber dann muß ich laut lachen, oh je oh je.

Die Moral von der Geschicht ?
Trau den schönsten Joggern nicht.